Radinsel - wo bleibt das Servicegebäude?

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Mit Freude sehen wir den Fortschritt der Bauarbeiten auf der Radinsel.

Aber wo bleibt das Servicegebäude?
Ein Imbiss für Wasserwanderer, Kaffee und Eis für Besucher.
Ein zentrales Element der Radinsel.
An der Stelle, wo es stehen sollte, wurde nun frische Wiese angesäht.

Die neuen Wege werden bereits gepflastert.
Kein Servicegebäude, nicht mal ein Fundament ist zu sehen.

Wir sind irritiert.
Der Ortschaftsrat hat das Servicegebäude unterstützt.
Ortsbürgermeister Fritzsche zeigt seine aktuellsten Informationen:

Ortschaftsrat U.Kernchen fragt bei der Stadtverwaltung an und bekommt folgende Antwort vom SG Tief- und Gartenbau:

"... das Projekt „Ersatzneubau Servicegebäude“ auf der Radinsel in Bad Kösen ist seit 19.01.2021 zur Ausführung freigegeben. Zwischenzeitlich lief über 1,5 Jahre ein Interessenbekundungsverfahren für einen Pächter.

Auf Wunsch der Pächter wird der genehmigte Bauantrag auf eine erweiterte Grundrissfläche geändert. Die geänderte Baugenehmigung ist Voraussetzung für die Ausschreibung der Bauleistungen. Der Startschuss soll noch in diesem Jahr erfolgen.

Die Maßnahme wird über Städtebaufördermittel finanziert und findet im Anschluss an die Arbeiten der Freianlagengestaltung statt. Alle Maßnahmen, die im Rahmen der Beseitigung der Schäden des Hochwasser 2013 bewilligt wurden, müssen vorher abgeschlossen sein."


Nun hakt die Fraktion nach.

Der zukünftige Pächter wünscht einen Lager- und Versorgungsraum.
Keine wesentlichen Größenänderungen.

Und inzwischen wissen wir: es wurden noch nicht einmal Versorgungsleitungen an den geplanten Standort verlegt.


Das Servicegebäude wurde als rundes Glasgebäude geplant und soll von oben die Form eines Rades darstellen.

Der Ortschaftsrat bittet von Anfang an um eine einfachere Bauweise, weniger Glas, Nebengelass.
Das Gebäude soll nur saisional besetzt sein und sollte vandalismusfest sein.
Die Stadt schloß sich den Argumenten nicht an.


Frau Freund, Leiterin Bauamt, betonte noch Ende 2020, dass die Fundamentarbeiten für das Servicegebäude unbedingt vor dem Errichten der Wege fertig sein müssen, weil dann keine schwere Technik mehr auf die Insel kann.

Die Baugenehmigung steht, die Finanzierung war klar.

Und nun gibt es in diesem Jahr trotzdem kein Servicegebäude.

Nicht einmal die Versorgungsleitungen sind verlegt.


Wenn alles fertig ist, reißen wir den neuen Park wieder auf und die Bauarbeiten beginnen (hoffentlich!) neu.
Großartige Entscheidung!

Der Ortschaftsrat und der Ortsbürgermeister wurden nicht in die Entscheidung einbezogen, nicht einmal informiert.
Die Stadtverwaltung zeigt ihr Demokratieverständnis, indem sie uns vor vollendete Tatsachen stellt.

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